Am 28. September 1952 wird die
Kolpingsfamilie in Burgdorf gegründet. Der damalige Präses des Bezirks Hannover, Pastor Alfred Hübner (St. Clemens, Hannover) und der Bezirks-Altsenior Aloys Kücking sind anwesend, als sich eine
kleine Gruppe von sieben jungen Männern zusammenfindet, um die Ideale Adolph Kolpings in Burgdorf aufzugreifen.
Mit dem ersten Präses, dem Pastor der Gemeinde, Rudolf Tönnies, findet die
Gruppe einen großen Förderer, und so ist es kein Wunder, dass am 14. November 1952 bereits die erste Führungsmannschaft mit dem Senior Erwin Gaber und dem Altsenior Wilhelm Pütz gewählt werden kann.
Nach einer verstärkten Werbung kann die Kolpingsfamilie bei der offiziellen kirchlichen Gründungsfeier am 14. Dezember 1952 bereits 26 Mitglieder verzeichnen. Zu dieser Feier mit Bannerweihe und
Überreichung der Kolping-Nadeln sind Gasstrabordnungen aus Kolpingsfamilien von Algermissen bis Unterlüß gekommen. Insgesamt zählt man 75 Gäste und 13 Fahnenabordnungen (davon 11 Kolpingbanner und 2
Gesellenfahnen), die trotz des schlechten Wetters, das an diesem Tag herrscht, nach Burgdorf kommen.
In den Folgejahren entwickelt die Kolpingsfamilie vielfältige Aktivitäten. Die von den jeweiligen Vorständen erarbeiteten Programme enthalten Veranstaltungen, die den
Mitgliedern und der ganzen Gemeinde angeboten werden. Sie verbinden Weiterbildung und Geselligkeit. Es werden in 14-tägigem Rhythmus Abende mit Glaubensthemen und -gesprächen und - was besonders in
der heutigen sozial unruhigen Zeit von Interesse ist - Abende mit gesellschaftspolitischen Themen angeboten. Viele Abende werden von auswärtigen Referenten gestaltet. Die Resonanz ist durchweg gut,
und die Zahl der Gäste zeigt, dass die vorgetragenen und diskutierten Themen von großem Interesse sind.
Leider ist es trotz vieler Bemühungen bislang nicht gelungen, dauerhaft eine Jungkolpinggruppe ins Leben zu rufen. In den Jahren 1964 und 1972 bilden sich zwar aus den
der Kolpingsfamilie angeschlossenen Sportgruppen jweils Jungkolpinggruppen, doch müssen diese wegen Nachwuchsmangel wieder aufgelöst werden.
Im Jahre 1982 wird endlich einer dringenden Notwendigkeit in Deutschland Rechnung getragen, als auch Frauen die Mitgliedschaft ermöglicht wird. Erst damit findet as
Wort"Kolpingsfamilie" seine rechte Bedeutung. Auch in unserer Kolpingsfamilie werden im Jahre 1982 die ersten Frauen aufgenommen.
Mitte der 80er Jahre schließen sich auch etliche Mitglieder einer in unserer Gemeinde bestehenden Gruppe "Junge Erwachsene" der Kolpingsfamilie an. Diese Gruppierung,
die heute "Sonntagsgruppe Groß und Klein" heißt, hat der hiesigen Kolpingsfamilie neuen, jungen Schwung gebracht und es ist zu hoffen, dass in ihrem Sog weitere jüngere Frauen und Männer den Weg zu
unserer Kolpingsfamilie finden.
Im Jahr 2002 feiert die Kolpingsfamilie Burgdorf ihr 50-jähriges Jubiläum. Rund 150 Gäste feiern gemeinsam ein Festhochamt und anschließend im Pfarrsaal einen Festakt.
Teilnehmer sind u.a. Diözesanpräses Hans-Günter Sorge und der Diözesanvorsitzende Martin Knöchelmann. Die Stadt Burgdorf ist durch Bürgermeister Alfred Baxmann und Stadtdirektor Leo Reinke vertreten.
Mit dem Burgdorfer Gerhard Jableka und dem in Hannover wohnenden Winfried Moscynski nehmen auch zwei Gründungsmitglieder an der Feierstunde teil. Umrahmt wird das Festhochamt von 12 Bannern und einer
Gesellenfahne.
Im Mai 2003 bekommt die Kolpingsfamilie Burgdorf aus Anlass des zurückliegenden Jubiläums den Chronik-Preis des Verkehrs- und Verschönerungsvereines der Stadt Burgdorf
verliehen.
Auf Initiative der Kolpingsfamilie kommen Anfang 2005 27 Jugendliche aus der Region Sebes (Rumänien) nach Burgdorf. (siehe auch "Aktivitäten") Sie wollen am
Weltjugendtag in Köln teilnehmen und treffen sich in den fünf Tagen davor zu den "Tagen der Begegnung". So hat Dank der Kolpingsamilie Burgdorf das Glaubensfest mit Papst Benedikt XVI., das über 1
Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt hatte, auch in der Auestadt stattgefunden.
Im März 2007 fand die Diözesanversammlung des Kolping-Diözesanverbandes Hildesheim in Burgdorf statt. Rund 350 Delegierte und Gäste kommen in das Veranstaltungszentrum
nach Burgdorf. Den Abschluss des Tages bildet ein festlicher Gottesdienst, bei dem Bischof Norbert die Predigt hält und 31 Banner den Altar der St.-Nikolaus-Kirche umrahmen!
"Schuster, bleib bei Deinem Leisten" lautet der Name einer Ausstellung im Burgdorfer Stadtmuseum, die von November 2008 bis Februar 2009 Einblicke in die Geschichte
des Schusterhandwerkes gibt. Ein ganz besonderes Exponat ist der Original-Leisten, den Adolph Kolping als Schustergeselle benutzt hat.
Die Mitgliederzahl der Kolpingsfamilie Burgdorf steigt seit Jahren. Wir haben zurzeit über 110 Mitglieder. Leider haben wir keine Jugendgruppe in der
Kolpingsfamilie, mit den KolpingKids seit dem Jahr 2013 allerdings eine Gruppe für Mädchen und Jungen im Kindergarten- und Grundschulalter.
Die Mitglieder der Kolpingsfamilie Burgdorf sehen mit großem Einsatz auch über ihren engeren Kreis hinaus. So sind sie in der Kirchengemeinde bei vielen Anlässen, sei
es bei kirchlichen oder weltlichen Feiern und Veranstaltungen, als Helfer gefragt. Auch in den Gremien der Gemeinde, dem Kirchenvorstand und dem Pfarrgemeinderat, ist die Kolpingsfamilie jeweils
durch mehrere Mitglieder vertreten, so dass sie insoweit Verantwortung für die Pfarrgemeinde übernommen hat. Dass die Mitglieder der Kolpingsfamilie auch über ihren eigenen Kirchturm hinausschauen
ist daran zu erkennen, dass seit vielen Jahren immer wieder Kolpingbrüder im Rat der Stadt Burgdorf vertreten sind.
Die geistliche Leitung oblag in früheren Jahren den jeweiligen Pfarrern in unserer Gemeinde, die als Präses fungierten. Im Jahr 2012 hat die Bundesversammlung in Fulda entschieden, die Übernahme von Verantwortung im pastoralen Dienst auch Laien zu ermöglichen. Mit Barbara Gebbe wurde im Jahr 2017 erstmals eine Laiin in das Amt eingeführt. Die geistliche Leitung hatten:
1952 - 1961 | Rudolf Tönnies |
1961 - 1986 | Bernward Breitenbach |
1987 - 1989 | Reinhold Thiel |
1990 - 1997 | Joachim Wingert |
1997 - 2008 | Michael Maßmann |
2009 - 2012 | Jan Kowalski |
2013 - 2016 | Martin Karras |
seit 2017 | Barbara Gebbe |
In den ersten Jahren des Bestehens unserer Kolpingsfamilie fand noch eine Trennung in jüngere und ältere Mitglieder statt. Den jüngeren standen sogenannte "Senioren" vor. Im Laufe der Jahre waren dies:
Erwin Graber | ab 14.11.1952 |
Willy Mosczynski | 14.01.1954 |
Werner Mosczynski | 12.01.1957 |
Leo Beigel | 23.05.1957 |
Hans Fuchs | 18.04.1959 |
Erhard Hanisch | 22.04.1960 |
Alfons Rotter | 19.04.1961 |
Eduard Beigel | 16.04.1963 |
Klaus-Dieter Veith | 10.03.1965 |
Konrad Pietzka | 02.11.1967 |
Günter Waindok | 19.03.1969 |
Johannes Klein | 24.06.1971 |
Die Gruppe der älteren Mitglieder wurde von den sogenannten "Altsenioren" geleitet. Dieses Funktion wurde ausgeübt von:
Wilhelm Pütz | ab 14.11.1952 |
Ingobert Morcinek | 05.08.1955 |
Werner Mosczynski | 04.11.1958 |
Eduard Beigel | 10.04.1967 |
Nach einer Satzungsänderung gab es dann nur noch die Vorsitzenden der Kolpingsfamilie. Diese waren:
1972 - 1975 | Franz Pietzka |
1975 - 1979 | Eduard Beigel |
1979 - 1990 | Georg Kunze |
1990 - 1993 | Matthias Otto |
1993 - 2002 | Ernst-Ludwig Marx |
2002 - 2011 | Jürgen Mollenhauer |
Rund 40 Jahre später wurde die Satzung dahingehend geändert, dass die Kolpingsfamilie künftig auch von einem Leitungsteam geführt werden kann. Das erste Leitungsteam wurde im April 2011 gewählt:
2011 - 2015 | Dr. Norbert Gebbe |
Heinz Höxtermann | |
Wolfgang Buckmann |
2016 - 2017 | Dr. Norbert Gebbe |
Wolfgang Buckmann | |
Patricia Schmidt |
2017 - 2021 | Dr. Norbert Gebbe |
Patricia Schmidt | |
Norbert Wedekin |